Stringball im Golf: die Spielregeln
Stringball ist das Handicap, sichtbar und spielerisch gemacht. Jeder Spieler startet mit einer Schnur: einem Zentimeter-Guthaben proportional zu seinem Handicap, berechnet als Spielvorgabe × Länge pro Punkt (in Frankreich üblich sind 50 cm pro Punkt; der Veranstalter kann diese Länge frei festlegen). Jederzeit während der Runde dürfen Sie Ihren Ball um die Länge versetzen, die Sie verbrauchen: raus aus einem Bunker, eine schlechte Lage beseitigen, einen Putt verkürzen … bis das Guthaben aufgebraucht ist — Schnur zu Ende, kein Joker mehr. Gezählt werden die Schläge wie im klassischen Stroke Play, und die wenigsten Schläge gewinnen. Am Ende ist kein Netto-Ergebnis zu berechnen: Die Schnur ersetzt die Vorgabenschläge, und der Ausgleich ist schon erfolgt, denn je höher das Handicap, desto länger die Schnur. Statt abstrakter Vorgabenschläge ein echtes Guthaben zum Ausgeben — und jeder Einsatz ist ein köstliches Dilemma: jetzt, oder für Schlimmeres aufsparen? Mit 2 bis 4 Spielern, jeder seinen Ball.
▶ Die Regel in 60 Sekunden, auf Französisch mit deutschen Untertiteln — der Kanal von Game of Swing
So wird Stringball gespielt
- Berechnen Sie die Schnur jedes Spielers: Spielvorgabe × Länge pro Punkt. In Frankreich üblich sind 50 cm pro Punkt (im angelsächsischen Raum oft 1 Fuß ≈ 30 cm). Ein Handicap 18 erhält 900 cm; ein Scratch-Spieler keine Schnur.
- Spielen Sie und zählen Sie Ihre Schläge, wie im klassischen Stroke Play — die Schnur ersetzt das Handicap, es gibt kein Netto-Ergebnis.
- Versetzen Sie Ihren Ball, wann Sie wollen, um eine Schnurlänge: aus dem Bunker, bessere Lage, kürzerer Putt …
- Jede Versetzung wird vom Guthaben abgezogen. Schnur aufgebraucht = keine Versetzung mehr möglich.
- Endergebnis im Stroke Play: Die wenigsten Schläge gewinnen.
Länge: 50 cm pro Handicap-Punkt. Élodie (Handicap 18) startet mit 900 cm Schnur, Théo (10) mit 500 cm, Samir (8) mit 400 cm. An Loch 6 steckt Élodies Ball eingegraben im Bunker: Sie „zahlt“ 80 cm, um ihn aufs Gras zu legen, und rettet ihr Par. An der 18 bleiben ihr 40 cm — ausgegeben für eine letzte saubere Lage. Rundenende: Élodie gewinnt mit 85 Schlägen, vor Samir (87) und Théo (90).
| Spieler | Handicap-Index | Schnur zu Beginn | Endergebnis |
|---|---|---|---|
| 🥇 Élodie | 18 | 900 cm | 85 Schläge |
| 🥈 Samir | 8 | 400 cm | 87 Schläge |
| 🥉 Théo | 10 | 500 cm | 90 Schläge |
Das Handicap, sichtbar gemacht — und selbstausgleichend
Das ist die ganze Eleganz dieses Spielformats: Statt der abstrakten Vorgabenschläge einer Netto-Scorekarte sieht jeder Spieler seinen Vorteil — ein Zentimeter-Guthaben, das von Loch zu Loch schmilzt. Und der Ausgleich geschieht von selbst: Je höher der Handicap-Index, desto länger die Schnur, und die Spielstärken rücken ganz natürlich zusammen, ohne jede Netto-Rechnung am Ende der Runde. Der Anfänger kann gegen den guten Spieler um den Sieg spielen, und jeder erlebt seine eigenen Dilemmas beim Einteilen.
Die richtige Strategie: im richtigen Moment ausgeben
Verbrennen Sie die Schnur nicht am ersten Hindernis: Eine Versetzung von 50 cm, die einen ganzen Schlag spart (unspielbarer Bunker, Wurzel), ist mehr wert als ein Meter Komfort. Behalten Sie immer eine Reserve für die letzten Löcher — dort entscheidet sich die Partie oft, und ein Spieler ohne Schnur hat keinen Joker mehr.
Häufige Fragen
Wie wird die Länge der Schnur jedes Spielers berechnet?
Schnur = Spielvorgabe × Länge pro Punkt; in Frankreich üblich sind 50 cm pro Punkt (der Veranstalter kann eine andere Länge festlegen). Ein Handicap 18 erhält also 900 cm Schnur. Je höher Ihr Handicap, desto größer Ihr Zentimeter-Guthaben — das ist das sichtbar gemachte Handicap, und es ersetzt die Vorgabenschläge.
Wann darf man seine Schnur benutzen?
Jederzeit während der Runde: raus aus einem Bunker, eine schlechte Lage beseitigen, einen Putt verkürzen … Sie versetzen Ihren Ball um die Länge, die Sie wollen, und jede Versetzung wird von Ihrem Zentimeter-Guthaben abgezogen.
Was passiert, wenn die Schnur aufgebraucht ist?
Dann ist keine Versetzung mehr möglich: Sie beenden die Runde ohne Joker und spielen Ihren Ball, wie er liegt. Deshalb lohnt es sich, eine Reserve für die letzten Löcher aufzuheben.
Wie gewinnt man bei Stringball?
Nach Gesamtschlägen, wie im klassischen Stroke Play: Der Spieler mit den wenigsten Schlägen gewinnt. Am Ende der Runde ist kein Netto-Ergebnis zu berechnen — der Ausgleich zwischen den Spielstärken ist bereits durch die Länge der Schnur erfolgt, die jeder erhalten hat.
Jede Spielform auf einer Seite: Regeln Schritt für Schritt, Rechenbeispiel, Wertung und Strategie-Tipp — zum Nachlesen am Vorabend oder zum Ausdrucken. Die Leseprobe enthält 10 Spielformen, darunter die 5, die in der App kostenlos spielbar sind; Stringball steht im vollständigen Handbuch.
Leseprobe kostenlos herunterladen →PDF · 14 Seiten · Direkt-Download, keine E-Mail nötig · das vollständige Handbuch umfasst 41 Spielformen
Ihre nächste Runde wird Stringball
Die Game of Swing App berechnet die Schnur jedes Spielers, zieht jeden genutzten Zentimeter ab und zeigt die verbleibende Schnur live an, zusammen mit der Stroke-Play-Rangliste. Stringball wartet im Katalog der 41 Spielformen — und 5 Spiele sind für den Anfang kostenlos.
Die App kostenlos entdecken → 5 kostenlose Spiele, ohne Pflicht-Konto — auf dem Smartphone und am ComputerEin Spiel im Kopf? Eine Hausvariante, die Sie teilen möchten? Die App wird mit jedem Update weiterentwickelt — schicken Sie uns Ihre Idee, die besten kommen in den Katalog.